"Drei
sind alle Götter: Amun,
Re und Ptah, keinen gibt es
ihresgleichen. Verborgen ist
sein ["Gottes"]
Name als Amun, als Ra wird
er wahrgenommen, sein Leib
ist Ptah. Ihre Städte
auf Erden bleiben immerdar:
Theben, Heliopolis und Memphis,
bis ans Ende der Zeit."
Amun,
Ra und Ptah explizit werden
als die obersten, wichtigsten
Götter festgeschrieben,
denen alle anderen Götter
insofern untergeordnet sind,
als dass sie nur noch als
Aspekte der Trinität
Amun-Ra-Ptah verstanden werden
sollen.
Jeder
der drei verkörpert ein
Grundprinzip (unsichtbare
Urenergie, Sonne, Körperlichkeit)
des "allgemein Göttlichen",
das die Existenz der Welt,
das Leben, ausmacht: das unsichtbare,
göttliche Prinzip, dessen
Name unbekannt ist, d.h. sich
dem menschlichen Verstehen
entzieht.
Es
manifestiert sich in Amun,
der als der "Verborgene"
galt und dessen wahres Wesen
sich hinter vielen Erscheinungsformen
verbirgt, der aber auch in
seiner ursprünglichen
Eigenschaft als Gott des unsichtbaren
Lufthauchs, des Windes, Lebensenergie,
Lebensodem spendet, was ikonographisch
mit der Geste Amuns, der dem
König das anch-Zeichen
an die Nase hält, ausgedrückt
wird.
Der
sichtbare Aspekt des Göttlichen,
Ra, zeigt sich täglich
in der Erscheinungsform der
Sonne am Himmel, ohne die
Leben und Fruchtbarkeit nicht
möglich sind, und Ptah
versinnbildlicht als "Bildner"
das Prinzip der Formgebung,
der Schaffung all der mannigfachen,
unendlich differenzierten
Körper und Gebilde, die
die Schöpfung hervorbringt,
in diesem Sinne ist er der
"Leib" des Göttlichen.
Amun
Ra Schöpfungsgott,
er galt als Hauch des
Lebens für alle Dinge,
die Griechen identifizierten
Amun mit Zeus, die Römer
später mit Jupiter. So
blieb der Amun-Kult auch nach
dem Niedergang des ägyptischen
Weltreichs noch einige Zeit
erhalten.
Anubis
der ägyptische Gott
der Totenriten. Anubis wie
auch der ägyptische Gott
Thot wurde von den Griechen
mit dem Seelengeleiter Hermes
gleichgesetzt.
Aton altägyptischer
Gott. Als Amenophis IV. Pharao
wurde, erklärte er Gott
Aton in Gestalt der Sonnenscheibe
zur symbolischen Verehrungsform
der einzigen verborgenen Gottheit.
Bastet
als Katzengöttin dargestellte
Tochter des Sonnengottes Re.
Bastet wurde in der Frühzeit
(in den Pyramidentexten) als
Löwin dargestellt, wodurch
sie leicht mit Menhit, Sachmet
oder Thermutis zu verwechseln
ist. Später erfolgte
ihre Darstellung als sitzende
Katze.
Hathor
Haus des Horus. Göttin
des Westens, der Liebe, des
Friedens, der Schönheit,
des Tanzes, der Kunst und
der Musik. In der griechischen
Mythologie war Aphrodite das
Pendant der Hathor.
Horus
der Ferne. Himmel-, Welten-,
Lichtgott und Beschützer
der Kinder. Hauptgott der
frühen Mythologie. Die
Griechen setzten Horus ihrem
Gott Apollon gleich.
Chepre
Sonnengott, der als Skarabäus
dargestellt wird. Diese Gottheit
wurde meist als Skarabäus,
seltener auch als Mensch mit
einem Skarabäus als Kopf
dargestellt. Abbildungen in
Gräbern, auf Särgen
oder als Pektorale zeigen
ihn mit ausgebreiteten Flügeln.
Chnum
Widderköpfiger Schöpfergott.
Iin der ägyptischen Mythologie
der Gott der Nilquellen. In
früheren Zeiten ausschließlich
tiergestaltig, wurde er seit
~2.400 V. Chr. als widderköpfiger
Gott in Menschengestalt dargestellt.
Tempel: Esna
Geb
Erdgott.
Mit Nut zeugte er die Götter
Osiris, Isis, Seth und Nephthys.
Die
Griechen setzten Geb ihrem
Gott Kronos gleich.
Imhotep
"Der in Frieden kommt".
Vergöttlichter Mensch:
Genialer Baumeister, Schriftgelehrter,
Arzt, Erfinder, Magier und
Ratgeber von Pharao Djoser.
Die Griechen erkannten in
Imhotep ihren Heilgott Asklepios
(deutsch: Äskulap) und
nannten ihn Imuthes.
Isis
Vorbild
aller Mütter und Schutzherrin
der Kinder, Mutter des Horus
und Schwester wie auch Gemahlin
des Osiris. Die
Isis-Ikonografie, vor allem
Isis mit dem Horusknaben,
erinnert z.T. (Handstellung)
stark an spätere Bilder
der Maria mit dem Jesusknaben.
Forscher halten es für
möglich, dass der Marienkult
teilweise seinen Ursprung
aus dem bis in christliche
Zeiten verbreiteten Isis-Glauben
hat.
Maat
Die
Ordnung, die Gerechtigkeit.
Maat
ist eine Göttin der ägyptischen
Mythologie. Sie wird durch
eine junge Frau mit einer
Straußenfeder auf dem
Kopf symbolisiert und verkörpert
das Gleichgewicht der Welt
und ihre Ordnung.
Nefertem
Gott der Lotusblume, entstieg
dem Urgewässer. Sohn
des Ptah, Gott der Pflanzen
und der daraus gewonnenen
Elixiere und heiligen Öle.
Nut
Himmelsgöttin. Stellt
das Himmelsgewölbe dar.
Nut ist in der ägyptischen
Mythologie die Göttin
des Himmels. Sie symbolisiert
das Firmament und wurde als
die Mutter der Gestirne angesehen.
Osiris
"Der erste der Westlichen
(der Toten), Herr von Abydos".
Gott des Jenseits. In der
hellenistischen Zeit wurde
der Osiris-Kult mit dem Kult
des Apis-Stiers und einigen
griechischen Götterkulten
(zum Beispiel dem des Dionysos)
zusammengeführt. Unter
dem Namen Serapis wurde diese
Götterfigur zum Reichsgott
der Ptolemäer.
Ptha
Ptah galt als einer der mächtigsten
Schöpfergötter.
In der 18., 19. und 20. Dynastie
bildete Ptah mit Amun und
Re die Reichstriade.
In seiner Eigenschaft als
Künstler bzw. Bildner
wurde Ptah im Hellenismus,
unter der Herrschaft der griechisch-makedonischstämmigen
Ptolemäer, mit dem griechischen
Gott Hephaistos gleichgesetzt.
Re-Harachte
auch
Ra-Horakhty, ist ein Sonnengott
in der ägyptischen Mythologie.
Er ist aus einer Verschmelzung
der Gottheiten Re und Harachte
entstanden.
Sachmet
auch
Sechmet, löwenköpfige
Göttin, Göttin des
Krieges, der Krankheit, aber
andererseits auch der Heilung.
Ihr Name bedeutet übersetzt
die Mächtige. In der
ägyptischen Mythologie
ist sie die Tochter des Re,
die Gemahlin Ptahs und die
Mutter des Lotosgottes Nefertem.
Selket
Schutzgöttin
des Königs, auch unter
den Namen Selkis, Serket oder
Serket-Hetit bekannt. Ihr
Name bedeutet dabei soviel
wie "die atmen lässt".
Serapis
oder
Sarapis war ein gräko-ägyptischer
Gott, der mit dem Gott Osiris
und dem Apis verbunden und
so zur memphitischen Form
des Osiris wurde. Als Herr
des Nils und Gatte der Isis
vereinte er in sich die Züge
des Osiris und als Gott der
Unterwelt die Wesenszüge
der griechischen Götter
Pluton und Zeus. Die Griechen
setzten ihn später mit
Hades und Dionysos gleich.
Seth
Gott
der Wüste und damit des
Unwetters, des Chaos, der
Gewalt, der Verwirrung und
des Verderbens, aber auch
Schutzgott der Oasen, Gott
der Metalle und Totengott,
der die Verstorbenen abholt.
Wegen
seiner Rolle des Bösen
vermuteten die Griechen später,
er sei identisch mit Typhon.
Sobek
ist der Krokodilgott.
Er war der Herrscher über
das Wasser ud wurde ebenfalls
als Fruchtbarkeitsgott verehrt.
Die Ägypter kannten ausschließlich
das bei ihnen heimische Nilkrokodil.
Im alten Ägypten wurden
diese Krokodile als heilige
Tiere verehrt, wahrscheinlich
gerade aufgrund der Gefahr,
die von ihnen ausging. Tempel:
KomObo
Sokar
Einer
der ältesten Totengötter.
Unter anderem Erdgott und
Patron der Metallarbeiter.
Er
wurde auch als Aspekt des
Ptah angesehen und Ptah-Sokar
genannt, mit menschlichem
Körper und Falkenkopf
dargestellt. Sokar wirkte
bei der Mundöffnung mit,
was auch ein Wesenszug des
Schöpfergottes Ptah war.
Thot
Gott
des Mondes, der Magie, der
Gelehrten, der Wissenschaft,
der Schreiber, der Weisheit
und des Kalenders. Trägt
den Kopf eines Ibisses.
Die
ägyptische Gottheit Thot
wurde in der griechischen
Mythologie dem Hermes Trismegistos
als Götterbote gleichgesetzt.
Indoeuropäische/Indogermanische
Göttinnen